zur Geschichte des Johannesfriedhofes

von Beatrice Teichmann, Friedhofsleiterin
Das Ärar (Stiftung) des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofes in Dresden geht zurück auf das "Johanniskirchenärar", das im Jahre 1575 zur Errichtung des im gleichen Jahre eingeweihten Johanneskirchhofes gegründet wurde. Es ist bis heute unabhängig vom Bestehen der Kirchengemeinden, auf deren Gebiet die dazugehörigen Friedhöfe gelegen sind.
 
Die zwei heute noch verwalteten und bewirtschafteten Friedhöfe (Trinitatis und Johannis) dienen seit dem sechs Kirchgemeinden der Stadt Dresden als Bestattungsplatz, zu denen unter anderem die Kirchgemeinde Gruna-Seidnitz zählt.
 
Im Jahr 1875 erwarben die Kreuz-, Frauen- und Johanniskirchgemeinde 24,6 ha Land im Tolkewitzer Tännicht zur Anlage des neuen Johannisfriedhofes. Jener wurde am 16. Mai 1881 geweiht. Seine großzügige Gestaltung und die 1894 nach Plänen des bekannten Architekten Paul Wallot (u.a. Erbauer des Reichstagsgebäudes in Berlin) entstandene Kapelle ließen den Johannisfriedhof schon bald zum Hauptfriedhof Dresdens werden.
 
So verwundert es auch nicht, dass auf ihm viele Dresdner Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe fanden. Zu ihnen gehören neben dem bekannten Apotheker H. Illgen der Fabrikant J.H. Ernemann, der Maler F. Preller sowie drei Dresdner Oberbürgermeister: F.W. Pfotenhauer, O. Beutler & B. Blüher.
 
Im Jahre 1907 erfolgte die Auspfarrung des Vorstadtteiles Alt-Gruna aus der Kreuzparochie. Von nun an gab es eine neue selbstständige Gemeinde Dresden – Gruna mit eigenem Pfarramt.
In Bezug auf das Begräbniswesen blieb die neue Gemeinde ein Teil der Gemeinschaft der aus der alten Kreuzparochie hervorgegangenen Parochien, welche seitdem die beiden Friedhöfe verwaltet.
 
Gern laden wir Sie ein zu einer unserer zahlreichen Friedhofsführungen, bei der Sie die kultur- und kunstgeschichtlich wertvolle Anlage näher kennen lernen können.

 

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